Kartographie von Waltersdorf
Waltersdorf als Ortsteil von Großschönau liegt in Sachsen im südöstlichen Zipfel Deutschlands, im Landkreis Löbau-Zittau direkt an der Grenze zu Tschechien. Waltersdorf mit Saalendorf und Herrenwalde hat rund 1418 Einwohner (Stand 31.08.06) und belegt eine Fläche von 8,82 km². Waltersdorf´s höchster Punkt ist die Lausche mit 793 Meter Höhe.Waltersdorf erstreckt sich auf einer Länge von 3,3 km im Tal des Dorfbaches von der Grenze zu Tschechien nach Norden. Südlichster Punkt ist die am Paß zwischen Lausche und Sonneberg in 571,2 m ü.M. gelegene Wache, an der sich ein Grenzübergang für Wanderer ins benachbarte Myslivny (Jägerdörfel) befindet. An der steil abfallenden Straße am Nordosthang der Lausche befinden sich in der Ortslage Sonneberg mehrere Bauden, von denen die Hubertusbaude und die Rübezahlbaude die bekanntesten sind. Am Westhang des 628,5 m hohen Sonneberges befindet sich die älteste Bergbaude des Ortes, die Sonnebergbaude, ehemals Oberer Kretscham und Gasthof zur Lausche genannt. Ihre Ersterwähnung als Schänke erfolgte im Jahre 1666, als der Ort Neuwaltersdorf für Böhmische Glaubensflüchtlinge gegründet wurde. Am Sonneberg befinden sich die früheren Waltersdorfer Sandsteinbrüche. Der hier gebrochene Stein wurde zum Baustoff für die zahlreichen kunstvollen Türstöcke, die ab 1725 die herkömmlichen Holztürstöcke ersetzten. Die sich im Tal zwischen Butterberg und Sängerhöhe anschließende Ortslage Oberwaltersdorf besteht zu großen Teilen aus Umgebindehäusern, die zum Schutz vor den rauhen klimatischen Bedingungen mit Schauern, vor den Portalen angebauten Vorhäuschen als Schnee- und Windfang, versehen wurden. Östlich davon liegt die Ortslage Butterberg. Im Tal des von Westen aus der Eisgasse zufließenden Kohlflüßchen stehen am Ottoberg die Häuser von Neu Sorge mit dem Sorgeteich. Der nördlichste Teil des Dorfes ist die Ortslage Niederwaltersdorf, die sich bis zum Neuschönauer Busch in Richtung Großschönau erstreckt.


