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Die Geschichte von Hainewalde

Historische-Ansicht-Hainewalde
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HAINEWALDER GESCHICHTEN

Was in Hainewalde geschah
Der Lustmord von Hainewalde
Hainewalde im Zittauer Bierstreik
Hainewalde im Jahr 2000

Kurzer geschichtlicher Überblick

Hainewalde wurde im Zuge der feudalen deutschen Ostexpansion von den Siedlern entlang des Mandautales als Waldhufendorf angelegt. Der Ort wurde 1326 gegründet und erstmals 1272 urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist wahrscheinlich vom Ortsgründer „Hener“, „Heno“, „Hening“ oder „Heinrich“ abzuleiten. 1392 wurde das Alte Schloss (Torhaus) als Rittergut erbaut. Während der Hussitenkriege wurden die Hussiten am Breiteberg, an dem sie mit ihrer großer Beute nach Böhmen vorbeizogen, von im Gehölz versteckten Zittauern angegriffen. Dabei kamen 150 Mann ums Leben. Am 20. September 1546 wurde D. Ulrich von Nostitz mit Hainewalde belehnt. Dieser starb am 13. Oktober 1552. Sein Sohn Christoph von Nostitz (1533 bis 10. Februar 1576) übernahm seine Herrschaft. 1564 erfolgte der Bau des Alten Schlosses, welches 1780 teilweise und 1845 vollständig abgetragen wurde. 


Nach dem Prager Frieden fiel die Oberlausitz und damit Hainewalde 1636 an Sachsen, wobei jedoch weitgehende Zugeständnisse an Eigenständigkeit und Religionsfreiheit gemacht wurden. Um 1650 zog dies einige böhmische Exulanten an, die die Einwohnerzahl vergrößerten. Sie brachten die Haarbodenweberei und Siebherstellung nach Hainewalde und trugen so zu einem wirtschaftlichen Aufschwung bei. 1749 bis 1755 erbaute der kurfürstlich-preußische Kammerherr Samuel Friedrich von Kanitz (†18. Januar 1762) das Neue Schloss. Es erhebt sich eindrucksvoll über einem terrassierten Berghang. 

Bis 1927 war Hainewalde Sitz des alten sächsischen Adelsgeschlechtes derer von Kanitz-Kyaw. Infolge der Überschuldung der adligen Herrschaft wurde das Schloss samt Grundbesitz und Wald am 12. März 1927 verkauft. Ab 1928 war die Gemeinde Großschönau Besitzer des Schlosses. 

Am 26. März 1933 wurde es von der Schutzwache des SA-Sturmbannes III-102 aus Dresden besetzt, welche für politische Gefangene ein provisorisches Konzentrationslager einrichtete, in dem zwischen 450 und 1.000 Häftlinge eingekerkert und misshandelt wurden, unter ihnen die Juden besonders. Bereits am 28. März 1933 trafen die ersten Gefangenentransporte ein. Am 10. August 1933 wurde das KZ Hainewalde wieder aufgelöst. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente es unterschiedlichen Nutzungen. Seit 1972 steht es leer und verfällt. 2000 wurde der „Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e.V.“ gegründet. So konnte im Jahr 2007 mit der Sanierung des Ostflügels begonnen werden.

 

*Quelle: Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Hainewalde aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.
 
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